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CastorInfo - Informationen zum „CASTOR®“ (-behälter) |
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HAW 28 M - Behälter |
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„CASTOR®“ ist die Abkürzung für „Cask for Storage and Transport of Radioactive Material“. Bei dem diesjährigen Transport kommen elf deutsche CASTOR®-Behälter vom Typ HAW28M zum Einsatz.. Der Behälter ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Typs CASTOR® HAW 20/28.. Die Zahl der notwendigen Transporte wurden mit dem neuen Behältertyp reduziert.Er kam 2010 erstmalig zum Einsatz. Aufbau und Maße des „Typ HAW28M“ Der Behälter besteht aus einem dickwandigen zylindrischen Sphärogusskörper. Als Neutronenabschirmung dienen zwei Reihen Polyethylenstäbe in der Wandung des Behälterkörpers, gekapselte Graphitsäulen im Behälterinnenraum und eine Polyethylenplatte auf dem mit einer Metalldichtung verschlossenen Primärdeckel. Der Sekundärdeckel wird zusätzlich bei der Lagerkonfiguration mit dem Behälterkörper dicht verschraubt. Der Behälter CASTOR® HAW28M ist für die Aufnahme von 28 Kokillen mit verglastem hochradioaktivem Abfall ausgelegt. Die Gesamtwärmeleistung beträgt maximal 56 kW. |
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Sicherheit Alle Behälter verfügen über eine Zulassung vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).. Um bei Unfällen die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sind mit entsprechenden Behältern umfangreiche Tests durchgeführt worden. .Bei allen Tests wurden die Behälter, wenn überhaupt, nur oberflächlich beschädigt und schließen selbst bei schweren Unfallszenarien ihren Inhalt weiterhin dicht ein. Während des Transportes liegen die neuen Behältertypen jeweils in einem Transportgestell und sind mit Stoßdämpfern an der Deckel- und Bodenseite sowie am Behälterkörper geschützt.
Glaskokillen Eine Glaskokille ist ein zylinderförmiger Behälter aus Edelstahl. Er enthält 400 kg Glasmasse. Diese Glasmasse entsteht durch Verschmelzung von Oxydpulver (aus der Wiederaufarbeitung stammende Säurelösung, die vor der Verschmelzung eingedampft wurde) und einem Glasgranulat (Borosilikatglas). Die Glasmasse wird in noch flüssigem Zustand in die Edelstahlbehälter gefüllt und erkaltet darin. Anschließend wird die Kokille mit einem Deckel geschlossen und verschweißt. Aufgrund der Wärmeentwicklung werden die Kokillen vor dem Transport zwischengelagert, bis sie nur noch 2 kW abgeben, etwa die Wärmeleistung eines Heizstrahlers. Deshalb müssen auch die Glaskokillen mindestens 20-30 Jahre zwischengelagert werden, bevor eine Aufnahme in einem Endlager möglich wäre. Vor dem Transport werden jeweils 28 Glaskokillen in einen Behälter eingestellt.
Zwischenlagerung/rechtliche Verpflichtung Aufgrund des Atomgesetzes, das die Wiederaufbereitung, also das Recycling, vorgeschrieben hat, wurden seit den 70er Jahren Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen transportiert. Die Pflicht zur Rücknahme der bei der Wiederaufarbeitung entstandenen radioaktiven Abfälle ist durch privatrechtliche Verträge zwischen den deutschen Energieversorgungsunternehmen und dem französischen Unternehmen COGEMA, heute AREVA NC, geregelt. Darüber hinaus hat sich Deutschland gegenüber Frankreich völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, den radioaktiven Abfall nach Deutschland zurück zu nehmen. Mittlerweile sind 97 Behälter mit insgesamt 2716 hochradioaktiven („HAW“) Glaskokillen aus La Hague im Zwischenlager Gorleben eingelagert. In diesem Jahr erfolgt bekanntlich der letzte dieser Transporte mit 11 CASTOR® - Behältern aus Frankreich. Die ebenfalls erforderliche Rücknahme mittelradioaktiver Glasprodukte (CSD-B-Kokillen) kann mit nur einem Transport abgewickelt werden. Dieser Transport sowie die Rückführung der maximal 21 CASTOR® - Behälter mit HAW-Kokillen aus der englischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield sind ab 2014 geplant.
Das Transportbehälterlager Gorleben Nur für das TBL Gorleben besteht in Deutschland eine Genehmigung zur Aufbewahrung für die aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Frankreich zurückgeführten HAW-Glaskokillen. Das TBL hat eine Kapazität für 420 Stellplätze und wurde durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) 1995 genehmigt.
Lagerbelegung Mit Stand vom 30.09. 2011 befinden sich 5 Behälter mit abgebrannten Brennelementen und 97 Behälter mit HAW-Glaskokillen im TBL Gorleben.
Ausblick Mit dem diesjährigen Transport erfolgt der letzte Einsatz für die Rückführung der Glaskokillen aus Frankreich nach Deutschland.. Weitere Transporte wie oben beschrieben erfolgen ab 2014, so dass zumindest in den nächsten beiden Jahren kein Einsatz zur CASTOR® - Begleitung erforderlich sein wird. Um selbst bei Unfällen die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden die Behälter so ausgelegt, dass diese selbst bei extremen Einwirkungen von außen wie z.B. ein Flugzeugabsturz standhalten. Der Nachweis wurde in aufwändigen Versuchen und Berechnungen erbracht. Beispielhaft seien hier einige der durchgeführten Tests aufgeführt: Bei all diesen Tests wurden die getesteten Transportbehälter,
wenn überhaupt, nur oberflächlich beschädigt und
schließen selbst bei schweren Unfallszenarien
ihren Inhalt weiterhin dicht ein. Auch mit den beiden
Behältertypen, die im diesjährigem Transport eingesetzt werden,
wurden Fallversuche durchgeführt. Für den Transport wird der Behälter
in ein Transportgestell gesetzt, dass mit Dämpfungssystemen ausgestattet
ist.
Als Quelle für diesen Text standen Informationsbroschüren, Ausarbeitungen und Berichte von folgenden Institutionen und Unternehmen zur Verfügung:
Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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